Review Signed'Rock

Beginn des Tages...

Jeder von uns beginnt den Tag auf seine Weise. Der Tag begann früh. Zu früh für einen: Matze.

Sandy fährt schon, während Thomas noch kämmt. Er ist hellwach. Sandy ist aufgeregt. Es ist ungefähr 7.30Uhr, als Sandy Thomas abholt. Letzte materielle Besorgungen stehen noch an - im übergroßen Baumarktparadies.

Aus dem Inneren eines Busses rast die Welt viel zu schnell an Danila vorbei. Zum Glück sitzt sie bequem, denkt sie.

Matze befindet sich noch im Reich der fliegenden Gitarren. Dort wo er Mentor von Steve Vai ist und es Triple-Bass-Pedals zu kaufen gibt.

Jenni trinkt Kakao, wird aber gleich abgeholt von Danila. Beide sind leicht verwirrt. Wrong Way. Bus in die falsche Richtung. Kann ja mal passieren. Doch nun Fahrt gen Stadthafen. Es ist fast 8.30Uhr

Sandy und Thomas laufen schnell, denken schnell. Nur Thomas redet schnell. Ahhh. Der Baumarkt: unendliche Weiten, viel Holz und "wo sind doch gleich die Schrauben"...

Danila schreitet. Jenni schwebt. Ankunft am Hafen. Alles schimmert gelb-blau. Sie schwärmen und warten. Dann. Endlich: Die Baumärkter rollen an.

Wir sind vereint. Nur das Matze findet nicht den Weg aus den Bergen seiner Bettdecke. Noch sind wir nicht sauer. Ist ja erst 10e. Zeit für ein Frühstück, also "Betriebsausflug": "jamjamjam".

Nach einer Stunde satt futtern und der Erkenntnis, das "teuer" nicht immer "gut" heißt, stürzen wir uns vollkommen euphorisch in den Kampf der Messebauer: Kleinkunstausstellung aufbauen. Wir tun unser Bestes. (Notiz: "Das nächste Mal bessere Künstlerwerbung.") Wir prügeln uns mit einer drei mal zwei Meter Wand rum (und, glaubt mir, die wirkt viel größer, wenn man davor steht und sie womöglich noch umherwuchten muss) und Matze... schläft. JETZT waren wir sauer. Es ist 13 Uhr, oder so: Thomas' Telefon wählt schon von selbst Matzes Nummer. Er duschte... ist gleich da... wurde gesagt. Eine halbe Stunde später geht die Sonne mit Matze einher. Grummel. Weiter.

Es war so gegen 14.15Uhr, da kamen schon die Bands und endlich die Künstler. Werke wurden aufgehängt, eingehängt, gestaltet. Die Bandleute klimperten schon vereinzelt umher. Unsere Helfer an Kasse, Kamera und Moderation, etc. wurden von uns in ihre Aufgaben eingewiesen. (Noch einmal vielen lieben Dank an dieser Stelle!) Doch plötzlich: Stille!: Beginn der Kleinkunstaustellung um 16.00Uhr.

Die Zeit verstrich, die Techniker werkelten, der Sprayer sprühte.

Um 18Uhr war das Zelt überschaubar gefüllt. Und um 18.30Uhr startete die Foolproof-Band. Danach gaben F!sh unter anderem Oasis zum besten. Bevor The Obscurity Mortuary dann dem "Zeltauditorium" endgültig Nackenstarre bereitete, feierte das Zelt erst zu den Funrockern von Situs.

Redeemer folgte. Wieder war Kopfschütteln angesagt. Wo waren wir? Wahrscheinlich fotografierte Danila und die Jenni empfang die netten Sannis. Matze rockte am Bass bei Instafants und Sandy behielt den Backstagebereich im Überblick und sorgte für die zeitliche Koordination der Bands. Thomas nistete sich zeitweise bei der Kamera auf der Lichtbühne ein, wobei er auch, zusammen mit Matze, die Ehre hatte das Kopfsteinpflaster vorm Zelt von bierflaschigen Glasresten zu befreien. Nun ja, ich weiß nur, dass keiner von uns eine Band ganz gesehen hat.

Während Drumset-Sponsor Dino mit Instafants rockte und danach dann Rohkost, verhandelten wir schon mit den Zeltinhabern, dass wir doch bitte, so wie es mündlich vereinbart war, noch ca. 40 Minuten überziehen können, um mit The Prepuse euch noch einen krönenden Abschluss präsentieren zu können. Doch es sollte nicht sein. Wir diskutierten, handelten, ja bettelten sogar. Wir waren sauer.

Das Ergebnis war der Abbruch nach Rohkost und ein aufgebrachtes Publikum. Sorry, wir hatten nicht die Macht.

The Prepuse war verständlicher Weise auch gut gefrustet, sodass wir sie am 5.11.2005 mit zu unserer Förderer-Präsentation nach Schwerin nahmen, wo sie im Wallenstein zusammen mit Passadeena selbst die Schlipsträger zum abrocken brachten. Einen Eindruck bekommt ihr auf der DVD.

Nach der Zeltaktion waren alle müde, einige betrunken und andere trotzdem glücklich.

Das SignedRock-Team sagt: "Bis zum nächsten Mal!" (Wenn, dann aber nicht im Zelt. Versprochen.)